Soverra

Postservice im Angebot? Dann gilt das Geldwäschegesetz auch für Ihren Coworking Space.

Die meisten Betreiber verstehen sich als Raumanbieter. Sobald ein Mitglied Ihre Anschrift nach außen führt, sind Sie es aber nicht mehr nur. Soverra hängt die Prüfung an das Onboarding, das Sie ohnehin machen.

§ 2 Abs. 1 Nr. 13 lit. c GwG prüfpflichtig
Gilt das für mich?

Nicht die Fläche entscheidet, sondern der Briefkasten.

Zwei Spaces derselben Größe können unterschiedlich betroffen sein. Prüfen Sie nicht Ihr Angebot als Ganzes, sondern jede einzelne Leistung, die ein Mitglied buchen kann.

Betroffen ist die Leistung
Das Mitgliedschaftspaket enthält eine Geschäftsadresse, die im Impressum oder Register erscheint.
Sie bieten Postannahme mit Weiterleitung oder Scan als Add-on zum Flexdesk an.
Ein Mitglied verlegt den Sitz seiner GmbH auf Ihre Anschrift.
Sie stellen für ein Mitglied eine Zustellungsadresse bereit, obwohl es keinen festen Platz hat.
Nicht betroffen
Tagestickets, Flexdesks und feste Plätze ohne jede Adress- oder Postleistung.
Vermietung von Meetingräumen, Eventflächen und Telefonboxen.
Gastronomie, Community-Programm und Weiterbildungsangebote im Space.
Post, die schlicht an eine im Space anwesende Person adressiert ist.
In der Praxis lässt sich das trennen: In Soverra legen Sie fest, welche Mitgliedschaftspakete eine Adressleistung enthalten. Nur diese Buchungen erzeugen einen Fall — der Rest Ihres Community-Geschäfts bleibt unberührt.
So läuft es bei Ihnen

Teil des Onboardings, nicht daneben.

Sie laden das Mitglied ein wie zur Vertragsunterschrift. Die Prüfung läuft im gleichen Zug — und stellt sich nach der Freigabe von allein wieder auf Wiedervorlage.

Mitglied einladen
Link aus dem Vertrag
2
Angaben & Unterlagen
Mitglied lädt selbst hoch
3
Beteiligte klären
Geschäftsführung & wB
4
Risiko einstufen
Turnus festlegen
5
Freigeben
Wiedervorlage aktiv
Was in Ihrer Branche anders ist

Mitgliedschaften laufen weiter — die Pflicht auch.

Wiedervorlage statt Einmalprüfung

Ein Mitglied bleibt Jahre. Änderungen an Geschäftsführung, Gesellschaftern oder Anschrift fallen nach dem Onboarding an — nicht davor. Soverra überwacht die laufende Beziehung und meldet sich, wenn eine Überprüfung fällig ist.

Mehrere Standorte, getrennte Zuständigkeit

Wer drei Häuser betreibt, will nicht drei Ablagen führen. Fälle hängen am Standort, Wiedervorlagen und Auswertungen lassen sich je Haus filtern, und Rechte enden an der Standortgrenze.

Das Community-Team ist keine Compliance-Abteilung

Am Empfang steht selten eine Geldwäschebeauftragte. Deshalb führt die Oberfläche durch jeden Schritt und nennt die nächste Handlung — die Freigabe bleibt trotzdem bei den benannten Personen.

Mitgelieferte Vorlagen

Nach Mitgliedschaftspaket sortiert.

Sie ordnen Ihre Pakete den mitgelieferten Kundentypen zu. Welche Unterlagen ein Mitglied liefern muss, ergibt sich dann automatisch aus der gebuchten Leistung.

Paket → Prüfumfang
Flexdesk ohne Adresse kein Fall
Flexdesk + Postservice Ausweis · Registernachweis
Team-Office mit Geschäftsadresse HR-Auszug · Gesellschafterliste · wB
Virtual Membership (nur Adresse) HR-Auszug · Ausweis GF · wB
Sitzverlegung ins Haus Gesellschaftsvertrag · HR-Auszug
Meetingraum / Event kein Fall

Nachweis, wenn die Aufsicht fragt

Jede Prüfung, jede Entscheidung und jeder Zugriff wird mit Zeitstempel und verantwortlicher Person protokolliert. Aus jedem Fall lässt sich eine vollständige Prüfakte als PDF exportieren — mit Identifizierungsnachweisen, Risikoeinstufung samt Begründung und Audit-Trail.

Sicherheit und Datenhaltung

Häufige Fragen aus dem Space-Betrieb

Gilt das auch, wenn nur ein Teil meiner Mitglieder eine Adresse bucht?

Ja — für genau diesen Teil. Die Pflicht hängt an der einzelnen Leistung, nicht am Betrieb. In Soverra durchlaufen nur Mitglieder mit Adress- oder Postleistung die Prüfstrecke.

Wie oft muss ich Bestandsmitglieder erneut prüfen?

Der Turnus richtet sich nach dem Risiko: bei geringem Risiko in längeren Abständen, bei erhöhtem Risiko häufiger. Soverra setzt die Wiedervorlage beim Abschluss der Prüfung und meldet sie zum Termin.

Können mehrere Standorte getrennt verwaltet werden?

Ja. Jeder Fall gehört zu einem Standort. Wiedervorlagen, Auswertungen und offene Nachforderungen lassen sich je Haus filtern, Berechtigungen auf einen Standort begrenzen.

Wer im Team darf was sehen?

Einsicht, Bearbeitung und Freigabe sind getrennte Rechte. Das Community-Team kann Fälle anlegen und Unterlagen einsammeln, ohne Risikoeinstufungen freizugeben.

Was passiert, wenn ein Mitglied die Unterlagen nicht liefert?

Dann darf die Geschäftsbeziehung nicht begründet oder fortgesetzt werden. Soverra hält Nachforderungen mit Fristen fest und dokumentiert einen Abbruch mit Begründung, damit die Entscheidung nachvollziehbar bleibt.

Mehrere Standorte? Ab dem Pro-Tarif inklusive.

Getrennte Standorte, granulare Rollen und eigene Absenderadresse sind Teil von Pro. Abgerechnet wird nach aktiven Fällen und Nutzern, nicht nach Verbrauch.

Tarife im Detail

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